IHK zeichnet Lehrerin aus Schwanewede aus

Landkreis Osterholz (cva). Der Osterholzer Landrat Bernd Lütjen hat beim Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer (IHK) Stade stellvertretend für die Kommunen im Elbe-Weser-Raum gesprochen. Lütjen ging in Stade vor 800 Gästen aus Wirtschaft, Verbänden und Politik auf Themen wie Fachkräftemangel, Flüchtlingspolitik und Zuwanderung ein. Er dankte mittelständischen Firmen.

„Dass der Bund ohne neue Schulden auskommt, ist weniger das persönliche Verdienst irgendeines Politikers, sondern es ist in erster Linie den vielen Betrieben und den Arbeitnehmern zu verdanken.“ Sie würden Jahr für Jahr „fleißig Steuern zahlen, damit die Politik diese Mittel dann mehr oder weniger sinnvoll verwenden kann“.

Zuvor war der Osterholzer Landrat auf die Flüchtlingssituation eingegangen. „Deutschland ist gut beraten, Flüchtlingen aus Krisengebieten Schutz und eine neue Heimat zu bieten“, ist Lütjen überzeugt. Verfolgten Zuflucht zu bieten, sei Kennzeichen einer menschlichen und offenen Gesellschaft. Zugewanderte würden Gesellschaft und Wirtschaft ein bedeutendes Potenzial eröffnen. Die Situation fordere die Kommunen: Geeignete Unterkünfte würden rar werden. Der Landrat lobte Ehrenamtliche. Sie würden tun, wozu der Staat verpflichtet sei. Er forderte vom Bund mehr Unterstützung.

Die IHK zeichnete anlässlich des Empfangs auch Lehrer aus dem Elbe-Weser-Raum aus. Zu den Preisträgern gehört Kathrin Jachens von der KGS Waldschule Schwanewede. Sie belegte den zweiten Platz. Nach Ansicht der Schüler bietet sie einen besonders spannenden Unterricht. Die Schüler attestieren Jachens eine Engelsgeduld, Anspruch und Liebe zum Beruf.

Die Norddeutsche vom 20.1.2015