1450 Waldschüler beteiligen sich am Osterbasar

VON ALEXANDER BÖSCH
Schwanewede. „Wenn ich noch einen Cupcake esse, dann platze ich!” Gitta Brede, didaktische Leiterin der Waldschule und Cheforganisatorin des Osterbasars am Mittwoch, ließ sich nach dem Verzehr diverser Köstlichkeiten doch noch zu einem bunt verzierten Gebäck am Stiel überreden. Schließlich floss der Erlös aus dem Aktionstag einem guten Zweck zu. Der Erlös vom Osterbasar ist für SOS-Kinderdörfer in Liberia und Sprachförderprogramme für Flüchtlingsfamilien bestimmt.

Vor allem die Rote Aula und die ehemalige Orientierungsstufenaula waren das Zentrum des Osterbasars, bei dem 1450 Schüler ihre unterhaltsamen Projekte vorführten und selbst gemachte Leckereien anboten. In Eigenregie hatten die Schüler die benötigten Materialien und Nahrungsmittel eingekauft und sich anschließend an die Umsetzung ihrer Ideen gemacht.

Am Stand der 7 R 3 wurde mit wassergetränkten Schwämmen auf die durch kreisrunde Öffnungen in einer Holzwand guckenden Schülergesichter gezielt. „Wir haben auch einige Lehrer gefragt, ob sie ihre Köpfe durchstecken wollen. Aber sie wollten doch lieber werfen”, merkte Timon aus dem Schwammwurf-Team an. Außerdem konnte man beim „Großen Kick“ seine Ballkünste beweisen oder beim „Heißen Draht” seine Geschicklichkeit demonstrieren und das Relais austricksen. Der englischsprachige Sketch „Pet Shop” und ein Auftritt des Projektchors unterhielten die Gäste.

Aparte Flecht- und Hochsteckfrisuren, bunte Zöpfchen oder einen kecken Dutt zauberten Laura und ihre Freundinnen an ihrem selbst gebauten Schminkspiegel willigen Probandinnen auf den Kopf. „Als Mädchen weiß man, wie so etwas geht”, sagte die Sechstklässlerin selbstbewusst. Wer sich stärken wollte, hatte an diesem Tag die Qual der Wahl. Vor allem Naschkatzen konnten es sich an Ständen mit Crêpes Cupcakes, Muffins, in Schokolade getauchten Fruchtspießen und Kuchen richtig gut gehen lassen. Im Innenhof versorgte das Team „McWaldschule“ ihre Gäste mit Bratwürsten und Getränken. Gerade in Schwanewede eingetroffene Flüchtlingsfrauen aus dem Kosovo hatten Spezialitäten aus ihrer Heimat mitgebracht. Wer eine Erinnerung an den kulinarischen Höhepunkt mit nach Hause nehmen wollte, konnte ein kunstvoll gemaltes „Muffinbild“ erwerben.

Im Filmraum durften sich Gäste an einer Wii-Konsole probieren, und eine Disco lud zum Tanzen ein. In einem umgestalteten Physikraum wurden lang gehegte Urlaubsträume mit ein wenig Fantasie verwirklicht. Wahlweise konnten sich die Besucher vor einer gebastelten Almhütte positionieren, einen Strandstuhl vor einer Palmenlandschaft besetzen vor einer Ponyhof-Optik auf ein hölzernes Pferd steigen. Ein versiertes Technikteam aus Schülern fotografierte die „Urlauber“.

Die Norddeutsche vom 20.3.15       --> Artikel als als pdf-file