Schwaneweder Waldschüler spenden 8000 Euro

VON ALEXANDER BÖSCH
Schwanewede. Mit diesem Rekordergebnis haben die Organisatoren im Vorfeld nicht gerechnet. Beim Osterbasar der Waldschule Schwanewede sind stolze 8000 Euro zusammengekommen. Die positive Stimmung während des von den 1450 Schülern überwiegend selbstständig organisierten Basars übertrug sich offenbar direkt auf die Besucher.

Die Schüler hatten bereits mehrere Wochen zuvor die Werbetrommel für ihre Projekte und kulinarischen Angebote gerührt. Kreative Aktionen wie die Aufführung englischsprachiger Sketche, Versteigerungen selbst entworfener Stühle oder die Inszenierung von Urlaubsfotos vor stimmungsvollen Dekorationen lockten zahlreiche Gäste an. Eine Hälfte des Erlöses, also 4000 Euro, wird jetzt an das SOS-Kinderdorf in Monrovia, der Hauptstadt Liberias, weitergeleitet. Michael Jentzsch und sein Freund Ben Kwato Zahn, die beiden Autoren des Bestsellers „Blutsbrüder“, haben durch regelmäßige Besuche einen direkten Draht zu dem Kinderdorf und sind von dessen guter Arbeit überzeugt.

Die andere Hälfte des Erlöses werden von den Schwaneweder Waldschülern sukzessive für die Sprachförderung von Flüchtlingsfamilien eingesetzt, die nach Schwanewede kommen und der deutschen Sprache bislang nicht mächtig sind. „Die Waldschüler wollen mit ihrem Engagement einen Beitrag für ein harmonisches Zusammenleben leisten”, sagt Gudrun Chopin, eine der Organisatorinnen des alle zwei Jahre in der Waldschule Schwanewede stattfindenden Osterbasars.

"Die Norddeutsche" vom 2.4.2015