170 Flüchtlinge in Schwanewede

Gabriela Keller, Die Norddeutsche 15.09.2015

Die ersten 170 von geplanten 1000 Flüchtlingen sind am Montagnachmittag in der Lützow-Kaserne in Schwanewede angekommen. Mit vier Bussen trafen Frauen, Männer und Kinder in der neuen Notunterkunft ein. Zwei Stunden zuvor hatten sich die Gruppen von der Erstaufnahme-Einrichtung in Bramsche bei Osnabrück auf den Weg gemacht. Aus welchen Herkunftsländern die Flüchtlinge stammen, konnte das DRK am Montag noch nicht sagen. Auch nicht, auf welchen Wegen die Menschen geflüchtet waren.

Bei ihrer Ankunft am Kasernentor wurden die Flüchtlinge bereits erwartet. Bürgermeister Harald Stehnken und sämtliche Amtsleiter hatten sich eingefunden. Mitglieder des Gemeinderates, der Schwaneweder Flüchtlingsinitiative und Schüler aus vier Klassen der Waldschule waren gekommen. Mithilfe des Bauhofes hatten die Schüler an der Straße und am Kasernentor selbstgebastelte Plakate mit Willkommensgrüßen in Deutsch, Englisch und Arabisch aufgehängt.

Als die Busse anrollten, brandete Beifall auf. Die Schüler schwenkten Transparente. Die Hoffnung der Wartenden, die Flüchtlinge persönlich begrüßen zu können, erfüllte sich jedoch nicht. Die Busse rollten durch das Tor, und das Kasernengelände durften die Wartenden nicht betreten. Mitgebrachte kleine Willkommensgeschenke wie Blumen, Obst und Schokolade konnten sie später am Tor abgeben. Rund 70 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes, das die Notunterkunft betreibt, kümmerten sich auf dem Kasernengelände um die Flüchtlinge. Die erhielten zunächst etwas zu essen und zu trinken. Anschließend wurden sie medizinisch untersucht. DRK-Mitarbeiter nahmen die persönlichen Daten der Ankömmlinge auf, verteilten Ausweise und Bezugskarten für Hilfsgüter. Danach bezogen die Flüchtlinge ihre Unterkünfte.

Am Wochenende war die Notunterkunft, die wie andere auch die überfüllten Erstaufnahmeeinrichtungen in Niedersachsen entlasten soll, für die geplante Aufnahme von 1000 Flüchtlingen hergerichtet worden.

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