170 Flüchtlinge in Schwanewede

Gabriela Keller, Die Norddeutsche 15.09.2015

Die ersten 170 von geplanten 1000 Flüchtlingen sind am Montagnachmittag in der Lützow-Kaserne in Schwanewede angekommen. Mit vier Bussen trafen Frauen, Männer und Kinder in der neuen Notunterkunft ein. Zwei Stunden zuvor hatten sich die Gruppen von der Erstaufnahme-Einrichtung in Bramsche bei Osnabrück auf den Weg gemacht. Aus welchen Herkunftsländern die Flüchtlinge stammen, konnte das DRK am Montag noch nicht sagen. Auch nicht, auf welchen Wegen die Menschen geflüchtet waren.

Waldschule spendet 500 Euro

Alexander Bösch; Die Norddeutsche
Am Sonnabend,12. September, sammelt die Umweltschutzgruppe der Waldschule zum 140. Mal Altpapier. Es wird in Schwanewede, Eggestedt und Meyenburg abgefahren. Das Altpapier sollte spätestens um 9 Uhr am Straßenrand liegen. Wer sein Altpapier selbst abliefern möchte, kann dies ab Donnerstagvormittag tun. Bis Sonntagabend stehen Container auf dem Parkstreifen vor der Waldschule. Die Altpapiercontainer für Meyenburg stehen vor dem Dorphuus.

Appellieren und schlichten

VON GABRIELA KELLER
Schwanewede. Kai Zwirnmann fährt täglich mit dem Schulbus zur Waldschule Schwanewede. Oft ist das für den Achtklässler kein Vergnügen. „An der Bushaltestelle wird immer viel gedrängelt. Und im Bus ist es manchmal so laut, dass ich mich nicht in Ruhe mit meinem Freund unterhalten kann“, erzählt der Schüler. Er will das ändern. Mit elf weiteren Schwaneweder Waldschülern hat sich Kai zum Schulbusbegleiter ausbilden lassen.

Schwaneweder Waldschüler spenden 8000 Euro

VON ALEXANDER BÖSCH
Schwanewede. Mit diesem Rekordergebnis haben die Organisatoren im Vorfeld nicht gerechnet. Beim Osterbasar der Waldschule Schwanewede sind stolze 8000 Euro zusammengekommen. Die positive Stimmung während des von den 1450 Schülern überwiegend selbstständig organisierten Basars übertrug sich offenbar direkt auf die Besucher.

Osterbasar-Erlös für Liberia

 VON ALEXANDER BÖSCH
Schwanewede. Am Donnerstag, 19. März, öffnet in der Waldschule ein Osterbasar seine Pforten. Von 13 bis 19 Uhr präsentieren gut 1450 Schüler ihre Ideen, Spiele und Mitmachaktionen. Auch selbst gemachte Osterdekoration kann erworben werden. Der Erlös des Basars ist für einen guten Zweck bestimmt. Eine Hälfte wird für die SOS-Kinderdörfer in Liberia, die andere Hälfte für die Sprachförderung von Flüchtlingsfamilien in Schwanewede eingesetzt.

Monatelanges Seminarfachprojekt fertiggestellt - Ausstellung kommt nach den Sommerferien an die Waldschule... 

Die Norddeutsche: Ausstellung im Schwaneweder Rathaus - Erinnerung an italienischen Kriegsgefangenen

Gabriela Keller 14.07.2015
Den Bunker in Farge sehen sie jetzt mit anderen Augen. Das Betonmonstrum am Deich hat für zwölf Schüler aus Schwanewede und Bremen ein Gesicht bekommen. Es ist das Gesicht von Elio Materassi, der von November 1943 bis Mai 1945 als italienischer Militärinternierter im Schwaneweder Lager Heidkamp von den Nazis zur Arbeit auf der Bunkerbaustelle gezwungen wurde. Sein Leben und seinen Leidensweg haben die Schüler im Rahmen eines deutsch-italienischen Geschichtsprojektes aufgearbeitet. Bei ihrer Spurensuche tauschten sie sich mit Nachfahren des ehemaligen Zwangsarbeiters aus.

„Ich weine nicht, aber ich bin sehr niedergeschlagen.“

Julia Kanchana Schlichting

VON IRIS MESSERSCHMIDT
Schwanewede.„Ich empfinde ihn in erster Linie als Künstler. In diesem Sinn darf Günter Grass meiner Meinung nach viel mehr sagen, als ihm als politischer Mensch zugestanden wurde.“ Julia Kanchana Schlichting sitzt am Tisch in der Waldschule Schwanewede und wirft einen nachdenklichen Blick auf die ausgedruckten zwei DIN-A4-Blätter. „Statt eines Nachrufes“ hat sie ihre Gedanken genannt, die sie an die Lehrerkollegen verteilt. Auch auf der Homepage der Waldschule sind ihre Ausführungen zu lesen.

1450 Waldschüler beteiligen sich am Osterbasar

VON ALEXANDER BÖSCH
Schwanewede. „Wenn ich noch einen Cupcake esse, dann platze ich!” Gitta Brede, didaktische Leiterin der Waldschule und Cheforganisatorin des Osterbasars am Mittwoch, ließ sich nach dem Verzehr diverser Köstlichkeiten doch noch zu einem bunt verzierten Gebäck am Stiel überreden. Schließlich floss der Erlös aus dem Aktionstag einem guten Zweck zu. Der Erlös vom Osterbasar ist für SOS-Kinderdörfer in Liberia und Sprachförderprogramme für Flüchtlingsfamilien bestimmt.

Klassenfahrten-Boykott an der Waldschule

In den frühen 1980er-Jahren fuhr fast jeder Schwaneweder Waldschüler in die Jugendherberge nach Steens in der Rhön. Spätere Klassenfahrten führten sie nach Berlin, London oder Barcelona. Wegen des anhaltenden Boykotts der Lehrkräfte an niedersächsischen Gymnasien könnte es mit den unvergesslichen Mehrtagesausflügen aber auch in der Waldschule bald vorbei sein.

VON ALEXANDER BÖSCH
Schwanewede. „Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen”, hieß es schon bei Matthias Claudius. Das gilt insbesondere für Klassenfahrten. Das gemeinsame Erlebnis fördert die Selbstständigkeit und Solidarität unter den Schülern. Außerdem gilt eine Klassenfahrt als pädagogisch wertvolles Erlebnis, an das man sich weit über die Schulzeit hinaus erinnert. Selbst Kinder, die im Schulalltag gemobbt werden, werden auf Klassenfahrten oft integriert. Seit Sommer vergangenen Jahres sieht es an niedersächsischen Gymnasien für die beliebten Fahrten düster aus.