Förderverein der Waldschule Schwanewede feiert 25-jähriges Bestehen / Wichtige soziale Funktion
Gut 100000 Euro hat der Förderverein der Waldschule Schwanewede in den vergangenen 25 Jahren in zahlreiche pädagogische, sportliche und soziale Projekte investiert. Grund genug, während einer kleinen Jubiläumsfeier Rückschau auf das Vierteljahrhundert Vereinsgeschichte zu halten.
Von Klaus Grunewald Schwanewede.
Gudrun Chopin hatte als Geschenk einen großen Traumvogel mitgebracht. Eine bunte Brieftaube aus Stoff. Damit auch weiterhin Schülerträume wahr werden, wie die Leiterin der Theater-AG am Donnerstagabend auf der Geburtstagsfeier des Fördervereins der Kooperativen Gesamtschule Schwanewede erklärte. Darum wolle sich die mittlerweile auf 780 Mitglieder angewachsene Organisation mit Kräften bemühen, versprach Vereinsvorsitzender Markus Hohnhorst.
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Zum Dank für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit überreichte Vorsitzender Markus Hohnhorst (Mitte) den beiden Gründungsmitgliedern des Fördervereins der Waldschule Schwanewede, Rolf Weitzel (links) und Fred Steinhoff, jeweils einen Blumenstraufl. |
Die Waldschule wurde 1962 gegründet und hat 1975 eine neue Struktur als Kooperative Gesamtschule erhalten. Rund 7000 Schülerinnen und Schüler sind in den vergangenen knapp 50 Jahren in Zusammenarbeit mit den Grundschulen in der Bildungsstätte am Waldweg 2 ausgebildet worden. Wobei sich der Förderverein große Meriten erworben habe, unterstrichen Bürgermeister Harald Stehnken und Schulleiter Dettmer Fischer auf der Geburtstagsfeier unisono. Ohne seine tatkräftige Unterstützung hätten viele schulische Projekte nicht realisiert werden, zahlreiche Jungen und Mädchen aus sozial schwachen Familien an Klassenfahrten nicht teilnehmen können. Der Förderverein, sagte der Bürgermeister, habe geleistet, was eigentlich Aufgabe der Gemeinde sei. Die dafür aber kein Geld mehr in der Kasse habe.
100000 Euro in 25 Jahren Nach den Worten von Markus Hohnhorst beweist der Verein, dass auch mit wenig Startgeld viel bewegt werden kann. Aus dem Basiskapital von sieben Euro Mitgliedsbeitrag pro Jahr seien erkleckliche Summen geworden. Insgesamt gut 100000 Euro in den vergangenen 25 Jahren, die zu rund 50 Prozent aus Mitgliedsbeiträgen, 20 Prozent aus Spenden und 30 Prozent aus Mitteln resultieren, die verschiedene Schulaktionen erbrachten.
Mit diesen Geldern konnte der Verein unter anderem Skiausrüstungen für Klassenfahrten, verschiedene Sportgeräte, Segeljollen für die Segel-Arbeitsgemeinschaft, Computer für die Computer-AG, Jugendliteratur für die Schulbücherei und nicht zuletzt ein neues Klavier für die Schulband bezuschussen.
Der Förderverein sichert zugleich schulische Aktionen und entsprechende Einnahmen rechtlich ab. Zum Beispiel die regelmäßigen Altpapiersammlungen der Umweltschutzgruppe. Außerdem ist er Teichpächter für die Segel-Arbeitsgemeinschaft. Im Mittelpunkt seiner Arbeit, daran ließ Hohnhorst während der Geburtstagsfeier bei Kaffee und Butterkuchen keinen Zweifel, stehe für den Förderverein aber die finanzielle Unterstützung einzelner Schülerinnen und Schüler aus sozial schwachen Familien. Der Vorsitzende betonte: "Das geschieht streng vertraulich und absolut unbürokratisch." Der "Förderverein Waldschule e.V." ist als parteipolitisch, gesellschaftspolitisch und konfessionell neutrale Organisation am 16. Januar 1986 aus der Taufe gehoben worden. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Rolf Weitzel und Fred Steinhoff, bei denen sich Markus Hohnhorst auf der Jubiläumsveranstaltung für das langjährige ehrenamtliche Engagement mit Blumensträußen bedankte. Weichsel war nach der Vereinsgründung zehn Jahre lang Vorsitzender und Kassenwart in einer Person, Steinhoff gehörte dem Vorstand 14 Jahre lang als Besitzer an.
Aus den 16 Gründungsmitgliedern hat sich der Verein im Laufe eines Vierteljahrhunderts zu seiner heutigen Größe mit 780 Mitgliedern entwickelt. Für die Waldschule ein Glücksfall, wie Schulleiter Dettmer Fischer ohne Umschweife anerkannte. Und damit auch für die Theater-AG, sagte Gudrun Chopin, als sie dem Vereinsvorsitzenden den bunten Traumvogel mit der Glückwunschkarte überreichte.
© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Die Norddeutsche Seite: 8 Datum: 19.11.2011