25 Jahre im Dienste der Waldschüler

Förderverein plant Feier für Mitarbeiter - Ralf Pieper zum zweiten Vorsitzenden gewählt

 

Von Alexander Bösch
Bereits seit 25 Jahren hat es sich der Förderverein der Waldschule zum Ziel gesetzt, die Bildung und Erziehung an der Waldschule nach Kräften zu unterstützen. Seit Anfang 1986 förderte der Verein mit bislang über 100000 Euro verschiedenste schulische Projekte und Aktionen der Waldschule.

Darunter befanden sich Anschaffungen wie Skiausrüstungen für Klassenfahrten, Jollen für die Segel AG, Computer, Jugendliteratur für die Schulbücherei und ein Klavier für die schuleigene Band. Auf der Jahreshauptversammlung konnte der Vorsitzende Markus Hohnhorst sich über eine stabile Mitgliedszahl von derzeit 724 freuen. Einem Zuwachs von 76 Neumitgliedern - darunter 45 aus den fünften Klassen und 21 aus den Klassen sechs bis neun - standen 77 Austritte von Eltern gegenüber, deren Kinder die Waldschule inzwischen nicht mehr besuchen. Da es nun nur noch zwölf Jahrgänge gibt, sei statistisch gesehen in Zukunft ein leichter Mitgliederschwund denkbar, so Hohnhorst, der im letzten Jahr den Vereinsvorsitz übernommen hatte.

Es habe sich bewährt, dass jedem Schüler im Jahresplaner automatisch ein Mitgliedsantrag ausgehändigt werde. Neben den Beiträgen konnten Einnahmen aus Spenden und der Altpapiersammlung realisiert werden. Der Förderverein fungiert im Gegenzug als Rechtsträger bei der Schule nahestehenden Aktionen wie eben der Altpapiersammlung der Umweltschutzgruppe, aber beispielsweise auch als Teichpächter für die Segel-AG und als Versicherungsnehmer für die Bootsversicherung.

Bei problematischen Belastungen einer Familie kann der Verein unter Wahrung strengster Vertraulichkeit gegebenenfalls auch einzelnen Schülern finanzielle Unterstützung gewähren. Im Bedarfsfall wenden sich Lehrer, Eltern oder Schüler an den Vorstand, der den jeweiligen Fall prüft und kurzfristig Hilfe leistet. Kassenwartin Anke Neumann listete die Anschaffungen und finanziellen Unterstützungen für aktuelle Projekte auf. Darunter befinden sich die Einführung eines Lernservers, mit dessen Hilfe allen Fünftklässlern ein automatischer Rechtschreibtest ermöglicht wird, eine Versicherung für Sportboote und Anhänger, die Anschaffung einer Tischtennisplatte, die Teichpacht sowie die Finanzierung einer weiteren Bibliothekarin für die Schulbücherei. Auch die Theater AG der Waldschule wurde bedacht. Innerhalb des Budgetplans für 2010 habe man laut Hohnhorst jeden berechtigten Antrag positiv entscheiden können. Eine auf der Hauptversammlung beschlossene Satzungsänderung, innerhalb der dem Verein Gemeinnützigkeit attestiert wurde, konnte beim Amtsgericht in Walsrode eingetragen werden. Kassenwartin Anke Neumann wurde entlastet, Kassenprüfer Udo Siemers einstimmig wiedergewählt. Da Michael Krüger auf eigenen Wunsch nach zweieinhalb Jahren als zweiter Vorsitzender ausschied, einigte sich der Vorstand auf Ralf Pieper.

Die Winterreise des Fördervereins in den Harz fiel erneut aus - erst lag zu viel dann zu wenig Schnee. Dafür plant der Verein anlässlich seines 25-Jährigen Bestehens für den Herbst für alle Gründungsmitglieder und ehrenamtlich Tätigen, ein Kaffeetrinken. Der parteipolitisch und konfessionell neutrale Schulförderverein finanziert sich zu 50 Prozent aus Mitgliedsbeiträgen und zu 20 Prozent aus Spenden. Die restlichen 30 Prozent der erforderlichen Mittel stammen aus Einzelaktionen der Waldschule. Auch Schüler, Ehemalige, Lehrer oder der Schule nahestehende Personen sind als Mitglieder willkommen.

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Die Norddeutsche Seite: 5 Datum: 01.09.2011